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Sir Arthur Seymour Sullivan (1842 – 1900)
Jugend und erste Erfolge
Arthur Sullivan war einer der berühmtesten Komponisten
der "Leichten Oper" und wurde am 13. Mai 1842 in London geboren. Sein Vater,
ein Kapellmeister, bemerkte schon bald das außergewöhnliche
musikalische Talent seines Sohnes. Bereits im Alter von acht Jahren spielte
er beinahe alle Instrumente, aus denen sich eine Kapelle zusammensetzt.
Nachdem Sullivan vier Jahre an einer privaten Schule in Bayswater studiert
hatte, wurde er als Mitglied in der "Chapel Royal School" aufgenommen.
Im Chor übernahm er häufig Solos. Erwähnenswerter ist aber,
dass er während dieser drei Jahre viele Hymnen und Lieder komponierte.
Im
Jahre 1856 wurde Sullivan zum Vorsänger des Schulchors befördert.
Wegen seiner herausragenden musikalischen Begabung wurde er als Kandidat
für den Mendelssohnpreis vorgeschlagen. Nach zwei Tests musste man
sich zwischen Joseph Barnby und Sullivan entscheiden, wobei letztendlich
die Wahl auf Sullivan fiel. Daraufhin wurde er als Schüler an der
"Royal Academy of Music" aufgenommen, wo er bis 1858 blieb. Danach ging
Arthur Sullivan an das Konservatorium in Leipzig, um seine musikalische
Ausbildung zu vollenden. Dort entstand neben einem Streichquartett auch
die Orchesterouvertüre „The Light of the Harem".
Nach der Zeit in Leipzig, die ihn und seine künstlerische
Entwicklung sehr prägte, kehrte er im Frühjahr 1862 nach London
zurück. Am 15.April wurde seine Orchestersuite zu Shakespeares „The
Tempest" (seine Abschlussarbeit in Leipzig, für die Londoner Aufführung
nochmals überarbeitet) im Crystal Palast mit so großem Erfolg
aufgeführt, dass Sullivan zu einem viel beachteten Komponisten wurde.
In den folgenden Jahren stieg sein Ansehen als Komponist
stetig an. Im Jahre 1863, nachdem er Irland besucht hatte, komponierte
er die Symphonie in E-Moll, besser bekannt als die "Irische Symphonie".
Diese Symphonie wurde zu wiederum ein großer Erfolg. Im selben Jahr
starb sein Vater, was ihn sehr bewegte und ihn zugleich inspirierte, die
Ouvertüre „In Memoriam" zu komponieren. In den Jahren 1866 bis 1870
enstanden einige bekannte Werke wie sein "Konzert für Violoncello"
(aufgeführt 1866) oder die Orchesterouvertüre „Marmion" (aufgeführt
1867), das Oratorium "The Prodigal Son" und einige Kirchenlieder z.B. "Onward,
Christian soldiers" und Klavierlieder wie "The Lost chord".
In dieser Zeit hatte er zwei Stellen als Organist in
London. Zwischen 1874 und 1887 weitete er seine Aktivitäten als Dirigent
beim Leeds Festival und der "Royal Philharmonic of London" aus. Von 1876
bis 1881 war er Leiter der National-Musikschule in London.
Sein wohl bedeutendstes Oratorium ist "The golden Legend",
das am 16. Oktober 1886 in Leeds uraufgeführt wurde.
Teil 2: Die Zusammenarbeit von
Gilbert & Sullivan
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