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Sir Arthur Seymour Sullivan (1842 – 1900)
Die Zusammenarbeit mit W. S. Gilbert
Im Jahre 1867 entstand „Cox and Box" nach einem bekannten
Schwank von Madison Morton. Erst als Sullivan im Jahre 1871 seinen späteren
Partner W.S. Gilbert traf, konnte er seine Fähigkeiten als Komponist
der "Leichten Oper" beweisen. „Thepsis" war die erste gemeinsame komische
Oper von Gilbert und Sullivan. Darauf entstand im Jahre 1875 „Trial by
Jury". Diese war die erste Oper, die sie für Richard D`Oyly Carte
entwarfen. Carte war als Impressario verantwortlich für ihre größten
Werke.
1876 bildete/gründete Richard D`Oyly Carte sein
eigenes Unternehmen der komischen Oper. Am 17. November 1877 startete er
ein neues Projekt mit „The Sorcerer" von Gilbert und Sullivan und sechs
Monate später folgte „Pinafore". Dieses Stück war zwei Jahre
lang umjubelt und wurde vor ausverkauften Häusern gespielt. Das war
der Beginn der Ära Gilbert und Sullivan. Während beide 1879 nach
Amerika reisten, um sich dort ihre Copyright Rechte schützen zu lassen,
eröffnete Richard D`Oyly Carte ein neues Theater, das Savoy, das von
da an Heimstatt für Gilberts und Sullivans Komische Opern war. Zur
Eröffnung des Theaters wurde „Patience" unter der Stabführung
von Arthur Sullivan dargeboten. Dies ist eine beißende Satire auf
einen Poeten und wird (fälschlicherweise) mit Oscar Wilde in Verbindung
gebracht (dieser war damals erst 25 Jahre alt und noch weitgehend unbekannt).
Der Erfolg war überwältigend. Ein paar Monate später wurde
Sullivan von Queen Victoria zum Ritter geschlagen.
Danach wurde jede weitere Oper von Gilbert und Sullivan
ein noch größerer Erfolg als die ihr Vorausgegangene. So enstanden
„Iolanthe" (1882), „Princess Ida" (1884), und auch das bekannte Werk „THE
MIKADO" im Jahre 1885, sowie "Ruddigore" (1887), "The Yeomen of The Guard"
(1888) und schließlich "The Gondoliers" (1889). Charakteristisch
für Sullivans Werke waren, laut Thomas Frederick Dunhill, zum einen,
dass er vermied schon bestehende Musikstile zu verwenden, sowie seine Schlichtheit,
Einfachheit und Klarheit. Weiterhin wird sein feines Gespür für
Humor, Satire und seine Genialität für leichtgängige Melodien
herausgestellt. Ebenso verwendete Sullivan die Harmonien perfekt ausgewogen
und in einem vollkommen unkomplizierten Stil. Laut Cecil Forsyth, verbindet
er Melodie und Wörter so eng miteinander, dass sie nicht mehr voneinander
zu trennen sind.
Teil 3: Das Ende der Zusammenarbeit
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