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Sir Arthur Seymour Sullivan (1842 – 1900)
Das Ende der Zusammenarbeit
Nach der Oper „The Gondoliers" (1889) kam es zum Bruch
zwischen Gilbert und Sullivan, da sie in ihrer privaten, freundschaftlichen
Beziehung nicht so gut harmonierten wie bei ihrer künstlerischen Tätigkeit.
Diese Trennung hatte sich schon über mehrere Jahre abgezeichnet. Sie
machten sich gegenseititg lächerlich und waren neidisch auf die Erfolge,
die der Andere erzielte. Es wird erzählt, dass der letztendliche Bruch
durch die Kosten für einen Teppich des Savoys entstand. Die Kosten
sollten von Gilbert, Sullivan und Carte zu gleichen Teilen übernommen
werden, jedoch hielt es Gilbert für unverzeilich, dass Carte einen
Teppich für 500$ gekauft hatte. Das war Auslöser für einen
Streit zwischen Gilbert und Carte. Zuerst war Sullivan noch neutral, aber
als Gilbert ihn fragte, auf welcher Seite er stehe, und Sullivan antwortete,
auf Cartes Seite, war das Ende der Zusammenarbeit zwischen Sullivan
und Gilbert gekommen.
Es kam jedoch im Jahre 1893 noch einmal zu einer Zusammenarbeit
zwischen ihnen. Es entstand die Oper „Utopia Limited" und noch ein letztes
Werk von G&S erblickte mit „The Grand Duke" das Licht der Welt. Beide
wurden große Erfolge.
Sullivans letzte Werke waren die Oper „Ivanhoe", die
im Jahre 1891 erschien und drei weitere Komische Opern. Die letzte dieser
drei Werke "The Emerald Isle" wurde nicht von Sullivan fertiggestellt (nur
4 Nummern), sondern nach seinem Tode durch Sir Edward German. An „Ivanhoe"
arbeitete er selbst mit dem größten Ehrgeiz. Sullivan schrieb
"Ivanhoe" sozusagen mit seinem Herzblut.
Die letzten Jahre von Arthur Sullivan waren überschattet
von einem schweren Nierenleiden, die Schmerzen wurden mit Morphium gedämpft.
Seine letzten Tage erlebte er im Todesschmerz, den auch Morphium nicht
mehr zu lindern vermochte. Schließlich bekam er eine Bronchitis und
sein ohnehin schon geschwächtes Herz versagte den Dienst. Sir Arthur
Sullivan starb in London am 22. November 1900.
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